Die Symptome bei ADHS und Hochbegabung sind sehr ähnlich. Wie unterscheidet man ADHS und Hochbegabung sicher voneinander?

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 632 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Zappelhirn.

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  • Die Symptome bei ADHS und Hochbegabung sind sehr ähnlich. Wie unterscheidet man ADHS und Hochbegabung sicher voneinander?


    ADHS und Hochbegabung gehen überzufällig häufig nebeneinander her. Es gibt Therorien, dass die Reizüberflutung, die ja typisch für ADHS ist, hier etwas gutes bewirkt hat, weil sie für eine bessere Verschaltung des Gehirns gesorgt hat.


    Auf der Webseite Eigen-Sinn können Sie etwas über die Merkmale von ADHS und Hochbegabung nachlesen. Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Hier finden Sie auch einen Beitrag über die Problematik von gleichzeitigem ADHS und Hochbegabung und die speziellen Schwierigkeiten, die sich aus dieser Konstellation ergeben.


    Für eine fundierte Diagnose dieser schwierigen, aber gar nicht so seltenen Konstellation braucht man einen Fachmann für beides. Bei der Arztsuche können Ihnen die Selbsthilfegruppen vor Ort oder die überregionalen Selbsthilfeverbände (siehe oben) behilflich sein.

    • Hilfreich

    Leider wahr!


    Als Kind bemerkt man schon zeitig, dass da Gebiete sind, die man deutlich besser kann als andere Kinder, doch man kann ums Verrecken nicht steuern, wann man sie nutzen möchte und wann nicht.

    Das zehrt am Selbstbewusstsein, obwohl man ja eigentlich von den "extra PS" weiß.


    Ich vermute, dass Hochbegabung zu einseitig betrachtet wird.

    Eltern, die diese bei ihrem Kindern bemerken, sind aus dem Häuschen und nicht mehr in der Lage, den Kindern auch Defizite zu zugestehen.

    Davon, dass alles immer in der Waage ist, also m.E. eine Begabung immer mit einem Defizit einher geht, haben sie noch nie etwas gehört.


    Ein Kind ist ein Kind, auch wenn es am Klavier ein Virtuose ist, will es doch mit Puppen oder Lego spielen.

  • Mich würde ein Link auf diese Seite interessieren.


    Eine so pauschale Aussage finde ich problematisch. Die Ausrede "mein Kind hat kein ADHS, es ist "nur" ich hochbegabt" hat schon genug Betroffenen die Zukunft verbaut.

    ADHS scheint mir eher mit einer Abweichung der Intelligenz von der Normmitte zu korrelieren, also bei erhöhter Intelligenz ebenso häufiger aufzutreten wie bei verringerter Intelligenz. Das kennt man meines Wissens auch von bei anderen psychischen Störungen.

    Ich sehe eine durchaus faszinierende Übereinstimmung der Charaktertraits von Hochbegabung (iSv deutlich erhöhter Intelligenz) und ADHS,

    Hochbegabung (erhöhte Begabung) ist leicht durch einen guten Intelligenztest zu erkennen. Wenn dort ein besonderer Einbruch beim Arbeitsgedächtnisaufgaben besteht, ist das ein Hinweis auf ein möglicherweise zugleich bestehendes ADHS.

  • "mein Kind hat kein ADHS, es ist "nur" ich hochbegabt"


    Ja, das ist in mehrfacher Hinsicht eine problematische "Aussage".

    1. Die Stigmatisierung von ADHS klingt hier im Unterton mit. (Sinnhaft wie "Ich habe keinen Tripper. Es brennt halt nur beim Wasserlassen."; sorry für die bildhafte Überzeichnung)


    2. Ich meine, dass ADHS, ASS, HSP im Kontext des IQ bzw. "IQ-Inseln" bisher nicht ausreichend im Kontext der Hochbegabung erarbeitet wurde. In fast allen Studien und Texten, die ich bisher dazu gelesen habe, gibt es Abgrenzungen, die eine Darstellung der Beziehung zu allem, was mit F1 bis 99 diagnostiziert werden kann, verhindern.


    Wer Links zu Studien hat, die sich mit ADHS, ASS, HSP im Kontext des IQ bzw. "IQ-Inseln" befassen, gern hier einstellen. Ich finde nur sehr wenige im WWW.

Chaos ist das Wort, das wir für eine Ordnung erfunden haben, die wir nicht verstehen

Henry Miller (1891 – 1980), US-amerikanischer Dramatiker und Maler